Frühjahrsputz: Google stellt URL-Parameter-Tool ein

URL-Parameter-Tool wird von Google eingestellt

Google hat Ende März angekündigt, dass das URL-Parameter-Tool in der Search Console zum 26. April 2022 eingestellt wird. Als Bestandteil der ehemaligen Google Webmaster Tools (heute Search Console) konnte man mit dem URL-Parameter-Tool bestimmen und an Google mitteilen, welche URL-Parameter der eigenen Webseite beim Crawling durch Google ignoriert werden sollen/können.

Für Google selbst und auch für die Nutzer der Search Console ist das Tool aber nur noch sehr wenig effektiv und kaum noch von Bedeutung. Google selbst erklärt, dass man bei der selbstständigen Erkennung wichtiger URL-Parameter nun besser geworden sei. Im Laufe der Jahre hätte man viel dazugelernt und könne deswegen immer besser beurteilen. In dieser Folge sind wohl deshalb nur noch etwa 1 % der hinterlegten Hinweise hilfreich für den Crawler.

Was diese Entscheidung betrifft, liegt Google aus Sicht einer Suchmaschine hier sicherlich wieder einmal richtig. Denn für die Suchmaschine funktioniert die Erkennung der Parameter in nahezu (fast) allen Fällen mehr als ausreichend.

Für den kleinen Kreis der Webmaster und Seitenbetreiber, die wegen eines starren oder veralteten Content Management Systems oder Shops keine Änderungen vornehmen können, ist die Angelegenheit mit dem URL-Parameter-Tool jedoch häufig etwas anders gelagert.

Diesbezüglich empfiehlt Google als Abhilfe und für mehr Kontrolle die robots.txt-Regeln zu nutzen. So kann beispielsweise die Reihenfolge von Parametern in einer allow-Anweisung festgelegt werden. Auch kann hreflang zum Einsatz kommen, um Sprachvarianten von Inhalten anzugeben.